Dienstagnachmittag. Neun Jugendliche von 13 bis 18 Jahren sitzen im Kreis, die meisten von ihnen sind muslimisch, ein Mädchen stammt aus dem Libanon.

Hila ist Tänzerin, sie kommt aus Israel.

„Zeig uns, wie ihr betet.“, wünschen sich die Mädchen. „Kennst du Araber?“, Hast du arabische Freunde?“

Ein Dialog entsteht. Die junge Frau aus Israel ist sehr persönlich gefordert.

Dieser Nachmittag der Völkerverständigung ist Teil des aktuellen Schaubühnenprojektes „Reisen nach Jerusalem. Interviews mit Israelis“, eine Monologsammlung von jungen jüdischen und arabischen Menschen aus Israel.

Vierzehn Jugendliche aus Sindelfingen, Herrenberg, Renningen und Stuttgart arbeiten sich nach und nach in die teilweise extremen Lebenssituationen ein, die für die Menschen in Israel Alltag bedeuten. Der Nahost-Konflikt bekommt für die jungen SpielerInnen ein persönliches Gesicht.